Nun doch noch mal Grünkohlzeit?! (oder: Diu Tôren sprechent: snîâ snî!, Walther v.d. Vogelweide)

Deftiges nach dem Winterspaziergang

Jetzt hat er uns doch noch eingeholt, wo schon die Krokusse an warmen Stellen aufgeblüht waren, von meinen Lieblingen, den tapferen kleinen Winterlingen ganz zu schweigen. Wenigstens kann niemand klagen, wir hätten überhaupt keinen richtigen Winter gehabt! Die Kinder konnten die Schlitten und Schlittschuhe rausholen, Winterspaziergänge am verschneiten Deich mit 1a Sonnenuntergängen waren ein beliebtes Vergnügen, schließlich war es ja trotz allem schon deutlich länger hell und man hatte was vom Nachmittag.

Küchenlust und Gaumenschmaus - der Kürbis

Die Philosophie des Nebels

Hokaidokürbis„Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, kein Baum sieht den andern, jeder ist allein“ – so lautet die erste Strophe von Hermann Hesses Gedicht Im Nebel. Und schlimmer noch, endet sie mit den Worten: „Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein.“

Huh, das kann unter die Haut gehen, zumal die Worte mir bei dem Wetter der letzten Tage gar nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. So voller Poesie, muss man sie schön finden. Was die Naturbeobachtung angeht, stimmen sie perfekt. Aber, müssen wir für uns die gleiche melancholische Schlussfolgerung ziehen?

Geschmackssache Sellerie

Kapitel zwei zu Küchenlust und Gaumenschmaus

© kameel - Fotolia.com„Jeder Mensch braucht Sellerie, der Eine spät, der Andre nie!“, hallte mir der markige Ruf eines Husumer Marktbeschickers in den Ohren. Er blieb hängen aufgrund der ihm innewohnenden Wahrheit.

Gestern erfuhr ich allerdings erst die tiefer liegenden Zusammenhänge, nämlich durch den hochgeistigen Vortrag von Prof. Dr. Dieter Mersch, zurzeit Dozent an der Universität von Potsdam. Es ging auf dem Landesfachtag Kunst auf Schloss Gottorf um die Rolle von Kunst als Weltzugang und ihre Nähe zur Philosophie in Gegenüberstellung zu den Naturwissenschaften.

Flammkuchen

Rezepte zum Nachmachen

FlammkuchenKochen macht Spaß und das ist gut so. Wäre eine typische Formulierung der bewegten frühen 70er, meiner Studienzeit. Damals pflegten wir selbstverständlich politisch zu kochen: Solidaritätsessen. Was darunter zu verstehen ist? Nun, das waren leckere Speisen, zum Beispiel Chinesische Gemüse-Rindfleischpfanne, gefüllte Paprikaschoten oder auch mal Couscous mit „Hühnschen“ und Gemüse, wie Ahmed, unser palästinensischer Mitbewohner, es nannte. Alle WGs aus dem bröckeligen Mietshaus in der Herzog-Friedrich-Straße waren eingeladen, für einen kleinen Unkostenbeitrag mit uns zu essen. Was wir übrig hatten, wurde für einen guten, natürlich politisch korrekten Zweck gespendet.

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Dorle Obländer

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