„Energiebürger“ wollen Plattform für Vorzeigeaktivitäten einrichten

Ein halbes Jahr hat die Ausbildung der „Energiebürger“ bei der Volkshochschule gedauert, am Sonnabend haben die Teilnehmer*innen zusammen mit weiteren interessierten Bürger*innen bei der Klimawerkstatt im Handwerkerhaus zwei konkrete Projekte entwickelt,

die sie in naher Zukunft umsetzen wollen: ein Dörpsmobil in Mildstedt und eine Plattform für nachhaltige Aktivitäten in Husum und Umgebung sollen realisiert werden.

„Ich nehme heute ganz viele neue Informationen und Impulse mit, sagte die „Deichdeern“-Bloggerin Julia Nissen, die den Werkstattteilnehmer*innen zu Beginn einen Einblick in ihre Bemühungen einer nachhaltigen Alltagsgestaltung gegeben hatte. „Für uns ist das bereits die zehnte Klimawerkstatt in Schleswig-Holstein. Es ist toll, dass jede Arbeitsgruppe nur ein Projekt ausgewählt hat. So sind die Chancen für eine erfolgreiche Umsetzung am größten“, betonte Doris Lorenz von der Initiative „Energiebürger.SH“. Die Initiative hatte zusammen mit der VHS Husum die Klimawerkstatt veranstaltet und wird den Bürgerprojekten in den kommenden sechs Monaten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dann sollen die Projekte soweit gediehen sein, dass sie von alleine weiterlaufen.

Große fachliche Unterstützung erhielt das Bürgerprojekt zur Einrichtung eines „Dörpsmobils“ in Mildstedt nach dem Beispiel des E-Car-Sharings in Klixbüll. Mit Timo Wiemann, dem landesweiten Manager für „Dörpsmobile“ in der EKSH in Kiel und Stefan Wiese von der E-Mobilitäts-Genossenschaft eE4mobile aus Enge-Sande hatte die Gruppe eine fundierte fachliche Beratung erhalten. In ersten Schritten geht es nun darum, mit der Bürgermeisterin, der Feuerwehr und den Vereinen im Ort das Gespräch zu suchen.

Auch die Einrichtung einer digitalen Plattform für vorbildliche Aktivitäten eines nachhaltigen Konsums und Alltagsgestaltung hat konkrete Ziele. Im nächsten halben Jahr soll die Plattform mit 20 bis 30 Einträgen für Husum und Umgebung an den Start gehen und einen Veranstaltungskalender aufbauen. Beim nächsten Treffen der Gruppe geht es aber zunächst um die Festlegung von Qualitätskriterien, welche Angebote aufgenommen werden und welche nicht.

„Wir unterstützen die Aktivitäten der Bürger*innen im Kreis Nordfriesland so gut wir können insbesondere mit unserer Partnerschaft im Klimabündnis Nordfriesland“, machte Annabell Lehne als Klimaschutzmanagerin des Kreises den „Energiebürgern“ Mut für den Start ihrer Projekte.

Kontakt:
Doris Lorenz, Energiebürger.SH, c/o Heinrich-Böll-Stiftung SH, Heiligendammer Str. 15, 24106 Kiel, Tel.: 0431-90 66 132, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.energiebuerger.sh 

(NfI)